Zweimal Bronze und einmal Silber für Kappelner Ruderinnen bei Deutschen Nachwuchsmeisterschaften

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Norina Sie Too (links) aus Hamburg, Elisabeth Amenu und Hanna Hüttermann (beide Kappeln) sowie Svea Störmer (Hamburg )bei der Siegerehrung

Sieben Sportlerinnen und Sportler der Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876 e.V. nahmen an den diesjährigen Deutschen Meisterschaften U 17, U 19 und U 23 in Köln teil. Mit insgesamt drei Medaillen erreichten sie ein hervorragendes Ergebnis.

Steuerfrau Laura Schwensen, die erst kürzlich mit dem deutschen Frauenachter Vizeeuropameisterin wurde, steuerte in Köln einen Nachwuchsachter des Bundesstützpunktes Dortmund in der Altersklasse U 23 und kam auf dem 4. Platz ins Ziel.

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Beschädigtes Ruderblatt

Bei ihren ersten Deutschen Meisterschaften der Junioren erreichten Immanuel Amenu und Jan Joppien gemeinsam mit Sportlern aus Lübeck das Finale im Vierer ohne Steuermann. Hier belegten sie einen fünften Platz. Als Vorlaufsieger qualifizierte sich Hanno Reese im Auswahlboot des Ruderverbandes Schleswig Holstein ebenfalls im Vierer ohne Steuermann für das Finale. Nach guten Ergebnissen im Verlaufe der Saison ging dieses Boot als Medaillenkandidat an den Start. Doch alle Hoffnungen zerplatzten bereits nach 200 m des über die Distanz von 1500 m ausgetragenen Finales. In aussichtsreicher Position liegend wurde das Boot durch den starken Seitenwind in die Boienkette der Bahnbegrenzung getrieben. Dabei verfing sich Ruderblatt des Schlagmannes so in einem Drahtseil, dass der Riemen aus der Dolle gerissen wurde. Das Boot kann zum Stillstand und musste das Rennen aufgeben.

Besser lief es für Marie Rose. Sie ruderte als Schlagfrau eines Auswahlbootes des Ruderverbandes Schleswig Holstein ebenfalls im Vierer ohne in der Altersklasse U 17IMG_3041 auf einen Medaillenrang. Nach einem spannenden Rennen freute sie sich über Bronze hinter Auswahlbooten aus Nordrhein-Westfalen und Sachsen. „Dies ist mein bisher größter sportlicher Erfolg, den ich als Lohn für die vielen harten Trainingseinheiten sehe. Es ist ein tolles Gefühl, auf dem Siegerpodest zu stehen.“, jubelte die 15jährige.

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Hanna Hüttermann (links) und Elisabeth Amenu bei der Siegerehrung

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Elisabeth Amenu und Hanna Hüttermann kurz nach dem Start im Zweier

Mit großen Erwartungen traten Elisabeth Amenu und Hanna Hüttermann bei den Meisterschaften im Leichtgewichtszweier der Altersklasse U 19 in Köln an. Mit einem zweiten Platz im Vorlauf hinter großen Favoritinnen, einer Renngemeinschaft aus Düsseldorf und Berlin, sicherten sie sich die Teilnahme am Halbfinale. Dort wurde Ihnen bei ungünstigen Windverhältnissen eine schwierige Außenbahn zugeteilt. Dennoch qualifizierten sie sich mit einem dritten Platz für das Finale. Hier gingen sie als einziges reines Vereinsboot neben fünf Renngemeinschaften aus dem gesamten Bundesgebiet an den Start. Dies war offenbar so ungewöhnlich, dass sie der Starter als Renngemeinschaft Kappeln aufrief. In einem bis auf die Ziellinie spannenden Rennen belegten sie schließlich mit zwei Längen Rückstand auf die Deutschen Meisterinnen, die Favoritinnen aus Düsseldorf und Berlin, aber nur 0,55 Sekunden nach den Zweitplatzierten, einer Renngemeinschaft aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, den dritten Platz. Elisabeth Amenu sagte dazu nach dem Rennen: „Nach zwei jeweils sehr knappen vierten Plätzen im Zweier bei den Meisterschaften 2011 und 2012 konnten wir in diesem Jahr endlich in die Medaillenplätze rudern. Zwar war es zum zweiten Platz wieder sehr knapp, aber das ist jetzt egal, denn dieses mal haben wie es auf das Treppchen geschafft.“

Mit dem Vierer, in dem sie mit ihren Mannschaftskameradinnen Norina Sie Too und Svea Störmer aus Hamburg an den Start gingen, hatten die beiden Ruderinnen aus Kappeln ein weiteres heißes Eisen im Feuer. Auch hier wollten sie um eine Medaille kämpfen und kamen nach harten 2000 m als Deutsche Vizemeisterinnen in Ziel. „Obwohl wir uns nach guten Saisonleistungen für die Meisterschaft viel vorgenommen hatten, lief es zunächst vor allem im Halbfinale des Zweiers nicht so gut. Doch es gelang uns, den Mut wiederzufinden. Mit unseren zwei Medaillen sind wir mehr als zufrieden.“, bewertete Hanna Hüttermann die Resultate der beiden Leichtgewichte.

Michael Schürmann

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