Zwei Titel und einmal Bronze bei Deutschen Meisterschaften für die Rudervereinigung Kappeln

Deutsche Meister Vierer ohne

Deutsche Meister Vierer ohne

Mit zwei Gold- und einer Bronzemedaille kehrten die Ruderinnen und Ruderer der Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876 e.V. von der Deutschen Jugendmeisterschaft an die Schlei zurück. Insgesamt 11 Sportlerinnen und Sportler aus Kappeln gingen in Brandenburg an der Havel an den Start.Sechs von ihnen qualifizierten sich über Vorentscheidungen für ein Finale. Für Liev Jule Vollersen, Sandro Brehmer, Jannis Kalkowsky, Hans Kellinghusen und die Steuerfrauen Louisa Kammer und Emma Runge ging es in erster Linie um das Sammeln von Erfahrungen. Während die anderen jungen Sportler in den Vorläufen ausschieden, erkämpfte Emma Runge mit ihrer Mannschaft einen Startplatz im Finale. Hier erreichten sie einen 6. Platz.

Im Finale des Vierers ohne Steuermann der Altersklasse U 17 wollten gleich vier junge

Deutsche Meisterinnen im Boot

Deutsche Meisterinnen im Boot

Sportler aus Kappeln um die Medaillen kämpfen. Linus Kalkowsky, Max Trummer und Immanuel Amenu (alle Kappeln), die gemeinsam Magnus Frank aus Lübeck im Boot 2 des Ruderverbandes Schleswig-Holstein ruderten, mussten ihre Medaillenträume etwa zur Hälfte der 1500 m – Strecke aufgeben. Nach einem technischen Fehler stoppten sie so unglücklich ab, dass der Riemen von Magnus Frank aus der Dolle sprang. Dabei verloren sie viel Zeit, so dass sie mit dem Ausgang des Rennens nichts mehr zu tun hatten. Deutlich besser lief es für die Mannschaft von Jan Joppien (Kappeln), Christian Wulff (Friedrichstadt), Lasse Pichner und Johannes Heimann (beide Lübeck) im Boot 1 des Ruderverbandes Schleswig-Holstein. Durch einen starken Start setzten sie sich an die Spitze des Feldes.

Nur ein Boot aus Hamburg konnte folgen. Die Hamburger setzen auf den zweiten 500 m einen gewaltigen Spurt an und schoben sich an die Spitze des Feldes. Doch die schleswig-holsteinische Mannschaft konnte den Angriff kontern und erarbeitete sich auf dem letzten Streckenabschnitt eine gute Bootslänge Vorsprung vor den Hamburgern, die vor Baden-Württemberg Silber gewannen. „Wir hatten alle Kraft auf den Vierer konzentriert. Diese Rechnung ist aufgegangen. Die Hamburger hatten sich auf der Strecke wohl etwas übernommen. Wir ließen uns von ihrem Spurt nicht schocken und machten weiter unser Ding. Jetzt sind wir deutsche Meister! Das ist cool“, freute sich Jan Joppien.

Hart war die Konkurrenz im Zweier der Leichtgewichte U 19. Hanna Hüttermann aus

Bronze Zweier Leichtgewicht

Bronze Zweier Leichtgewicht

Kappeln und Svea Störmer aus Hamburg, die seit dem Frühjahr gemeinsam trainierten, zählten hier allenfalls zum erweiterten Favoritenkreis. Nach klug gefahrenen Vorläufen schafften sie den Sprung ins Finale. Auf den 2000 Metern gab das favorisierte Boot aus Koblenz vom Start weg den Ton an. Doch Hanna Hüttermann und Svea Störmer hielten gemeinsam mit einer Renngemeinschaft aus Köln und Hamburg Kontakt zur Spitze. Im weiteren Verlauf des Rennens konnten sie das Tempo der beiden führenden Boote nicht mitgehen. Gleichzeitig behaupteten sie einen kleinen Vorsprung auf das sie verfolgende Boot aus Nordrhein-Westfalen. Dieser Kampf um Bronze verlangte ihnen alles ab. Doch sie konnten sich behaupten und überquerten als Dritte die Ziellinie. Hanna Hüttermann sagte dazu: „Ich war nach dem Rennen so fertig, dass ich beinahe die Siegerehrung verpasst hätte. Meine Zweierpartnerin musste mich stützen, aber auch das haben wir gemeinsam geschafft. Meine hart verdiente Medaille wollte ich mir schon selbst abholen.“

Doch viel Zeit Freude und zur Erholung blieb den beiden glücklichen Medaillengewinnerinnen Hanna Hüttermann und Svea Störmer nicht. Bereits wenige Stunden später stand das Finale im Vierer an. Hier sorgten sie zusammen mit Pia Thomsen aus Hannover und Eva-Lotta Nebelsieck aus Hamburg für eine noch größere Überraschung. „Da wir im bisherigen Saisonverlauf einige Schwierigkeiten hatten, war

Deutsche Meisterinnen Siegerehrung

Deutsche Meisterinnen Siegerehrung

es uns im Vorfeld nicht gelungen, eine starke Renngemeinschaft zu finden und diese auf den Vorbereitungsregatten zu erproben. Erst kurz vor der Meisterschaft bildeten wir unsere Mannschaft.“, schilderte Schlagfrau Hanna Hüttermann die Ausgangssituation. Mit einem Blitzstart und offensiv gefahrenen ersten 1000 m schockten die Norddeutschen die etablierte Konkurrenz und setzte sich an die Spitze. Diese Führung konnten sie trotz heftiger Angriffe der Verfolgerinnen bis auf die Ziellinie verteidigen. Mit einer knappen Sekunde Vorsprung wurden sie Deutsche Meisterinnen. Wiederum erschöpft, aber gleichzeitig überglücklich berichtete Hanna Hüttermann: „Wir haben uns die Kraft offensichtlich optimal eingeteilt. Wäre die Strecke 50 m länger gewesen, hätten uns die jetzigen Vizemeister überspurtet. In diesem Rennen passte einfach alles. Mit Gold hätten wir nie gerechnet.“

 

Michael Schürmann

 

Bilder Zweier: Hanna Hüttermann (li.) und Svea Störmer

 

Siegerehrung Vierer ohne: v. l. Jan Joppien (Kappeln), Christian Wulff (Friedrichstadt), Lasse Pichner und Johannes Heimann (beide Lübeck)

 

Deutsche Meisterinnen im Boot: von vorn: Hanna Hüttermann (Kappeln), Svea Störmer (Hamburg), Pia Thomsen (Hannover) und Eva-Lotta Nebelsieck (Hamburg)

 

 

 

 

 

 

 

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