Kappelner Kinder beim Bundeswettbewerb des Rudernachwuchses ganz vorn dabei

Max Schock (im Boot vorn links) und Hanno Reese

Max Schock (im Boot vorn links) und Hanno Reese

Beim 43. Bundeswettbewerb der Kinderuderer in München stand der Nachwuchs der Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876 e.V. den erfolgreichen Leistungsruderern in nichts nach. Mit einem Gesamtsieg, drei zweiten Plätzen, einem 5. Und einem 6. Platz erreichten die sechs startenden Kinder ein hervorragendes Ergebnis. Sie zeigten damit, dass sie auf Bundesebene zu den Besten ihrer Altersklasse gehören.
Am jährlich stattfindenden Bundeswettbewerb nehmen in den einzelnen Bootsklassen die jeweiligen Landessieger und Zweitplazierten  der einzelnen Bundesländer teil.  Auf der Langstrecke über 3000 m, im Zusatzwettbewerb, einem Athletikwettkampf, in dem die Teams der Bundesländer gegeneinander antreten, und im abschließenden Rennen über 1000 m messen sie ihre Kräfte. Bei den Landesmeisterschaften Schleswig-Holsteins hatten sich sechs Kapplener Kinder als Landesmeister für den Saisonhöhepunkt des Rudernachwuchses qualifiziert.

Immanuel Amenu und Jan Joppien

Immanuel Amenu (re) und Jan Joppien Bundessieger auf der Langstrecke und Zweiter über 1000 m

Im Zweier der Altersklasse 12/13 gingen Immanuel Amenu und Jan Joppien an den Start. Beide rudern seit etwa zwei Jahren. Nachdem sie 2010 knapp an der Qualifikation gescheitert waren, trumpften sie als Landesmeister Schleswig-Holsteins in München groß auf. Auf der Langstrecke gewannen sie nicht nur ihren Lauf, sondern erzielten die beste Zeit aller 22 startenden Boote und konnten sich als Gesamtsieger feiern, ein Erfolg, der aus Kappelner Sicht zuletzt Judith Sievers und Pia Wellhausen im Jahre 2006 gelang. Gleichzeitig  qualifizierten sie sich für das A-Finale auf der Kurzstrecke. Vor diesem Start absolvierten sie den Zusatzwettbewerb und wurden mit ihrem Team Zweite. Auch auf der 1000 m Strecke setzten sie sich nach gutem Start gemeinsam mit dem hessischen Boot vom Feld ab. Auf der Strecke hatten sie zwar der körperlich überlegenen Mannschaft aus Limburg nicht genug entgegenzusetzen, distanzierten aber dafür alle übrigen Teilnehmer und wurden hervorragende Zweite vor einem Boot aus Berlin.

Sarah Teschner, Marie Rose

Sarah Teschner (links, im Boot hinten) und Marie Rose

Ebenfalls im Zweier schickte die Rudervereinigung bei den 13/14 jährigen Mädchen Sarah Teschner und Marie Rose an den Start. Während Sarah schon seit fast drei Jahren rudert kam Marie erst durch den Aktionstag „Alle rudern mit“ zur Rudervereinigung. Sie fährt 2011 ihre erste Wettkampfsaison. Auch diese beiden Starterinnen gewannen auf der 3000 m Strecke ihren Lauf. In der Gesamtwertung erreichten sie hinter einem Boot aus Mecklenburg-Vorpommern einen hervorragenden 2. Platz. Dieses Ergebnis wiederholten sie auch in einem überaus spannenden Finale über 1000 m. Hinter den favorisierten Greifswalderinnen konnten sie sich in einem packenden Endspurt knapp gegen das Boot der Sportschule Potsdam durchsetzen.

Max Schock und Hanno Reese

Max Schock und Hanno Reese, Abteilungssieger der Langstrecke und Teilnehmer des A-Finales

Max Schock und Hanno Reese hatten sich als zweifache Landesmeister im Zweier der 14jährigen Leichtgewichte für den Bundeswettbewerb qualifiziert. Da beide ihre erste Saison als Ruderer erleben, Max kam 2010 schon als Steuermann zum Einsatz, war schon diese Qualifikation ein großer sportlicher Erfolg. Doch damit wollten sich die lang aufgeschossenen Leichtgewichte nicht zufrieden geben. Auch sie gewannen auf der Langstrecke ihre Abteilung. Mit einem 5. Platz im Gesamtklassement und dem Einzug ins A-Finale der 1000 m – Strecke sorgten auch sie für eine Überraschung.  Auch wenn es hier nur zum 6. Platz reichte, bedeutete allein die Teilnahme an dem Lauf der besten Boote, dass auch sie zu den Schnellsten ihrer Altersklasse gehören.
Die Ergebnisse der nationalen Titelkämpfe 2011 zeigen, dass die Rudervereinigung Kappeln  nicht nur einzelne Spitzensportler hervorbringt, sondern auch in der Breite hervorragend aufgestellt ist.  13 Sportlerinnen und Sportler konnten sich für Finalentscheidungen auf Bundesebene qualifizieren.  Der Meistertitel für Laura Schwensen in der offenen Altersklasse, vier Silbermedaillen  bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U23, U 19 und U 17, ein Gesamtsieg und drei zweite Plätze beim Bundeswettbewerb sind eine beeindruckende Erfolgsbilanz.

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