Kappeln schafft den Hattrick und gewinnt den Städteachter in Rendsburg

Siegerfoto 1Als Titelverteidiger trat der Achter der Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876 e.V. beim Vergleich der Städteachter im Rahmen des SH-Netz-Cups in Rendsburg an. Bereits 2018 und 2019 hatte das Kappelner Boot gegen die Konkurrenz der Nachwuchsachter, die in Rendsburg auf der Sprintstrecke starten, gewonnen. Siegerfoto 2„Das brachte uns natürlich auch 2020 in eine gewisse Favoritenrolle, aber wir machten uns keinen Druck. Wir gingen in Rendsburg gut vorbereitet an den Start und hatten zu Hause in Kappeln so manchen Trainingskilometer absolviert.“, sagte Schlagmann Nils Stutz, der schon seit mehreren Jahren im Achter der Rudervereinigung sitzt. Til Schindelhauer, seit 2018 im Boot, schätzte die Ausgangssituation so ein: „Unser Achter lief in diesem Jahr von Anfang an recht gut und auch bei der Landesmeisterschaft waren wir erfolgreich. Dennoch hatten wir vor unseren Gegnern großen Respekt. Preetz trat mit einer rein männlichen Mannschaft an. Lübeck hatte neben sieben erfolgreichen Ruderern mit Svea Pichner eine Ruderin an Bord, die 2019 Vizeweltmeisterin bei der U19-WM in Tokio war.“ Doch auch Kappeln hatte zahlreiche erfolgreiche Sportlerinnen und Sportler in der Crew. Fünf von ihnen hatten in den letzten Jahren Medaillen bei nationalen oder sogar internationalen Meisterschaften gewonnen. Dennoch stand die Frage, ob das Boot von der Schlei mit drei jungen Damen an Bord auf der Sprintstrecke, wo es neben Schnelligkeit vor allem auf Kraft ankommt, konkurrenzfähig sein würde. Im Vorlauf musste der Kappelner Achter mit Carlotta Kellinghusen, Lara Fiona Hinz, Johanna Hansen, Fritz Düllmann, Malte Zilkens, Henning Otzen, Til Schindelhauer, Nils Stutz und Steuermann Jobst Kellinghusen gegen Flensburg und Lübeck 2 antreten. Diese Aufgabe wurde souverän gelöst. Mit einem deutlichen Sieg zog Kappeln sicher ins Finale ein.

Die Achter aus Preetz und Lübeck, die sich gegen Schleswig bzw. Ratzeburg und Preetz 2 durchsetzten, sorgten dafür, dass sich das Finale des Jahres 2019 wiederholte.Siegerfoto 3 Im Finale über 350 m erwischte Kappeln den besten Start und übernahm die Führung. „Auch der Übergang in den Streckenschlag klappte gut. Wir fuhren sogar eine höhere Schlagzahl als in den Übungsrennen zu Hause.“, schilderte Carlotta Kellinghusen den Rennverlauf. „Die letzten Meter gingen dann ganz schön an die Substanz, aber wir schafften es, mannschaftlich geschlossen zu bleiben. Dann kam das rettende Ziel.“, ergänzte Henning Otzen. Nach dem Zieleinlauf vermischte sich der Jubel der Mannschaft mit dem der mitgereisten Fans. Knapp vor Lübeck und Preetz wurde der Achter aus Kappeln erneut Sieger im Städteachter. Die Rudervereinigung gewann neben dem Siegerpokal ein neues Ruderergometer.

Michael Schürmann

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