Deutscher Frauenachter verpasst Olympiaqualifikation

deutscher Frauenachter gesteuert von Laura Schwensen Rudervereinigung Kappeln

Deutscher Frauenachter gesteuert von Laura Schwensen Rudervereinigung Kappeln

Bei den Ruderweltmeisterschaften in Bled (Slowenien) hat der deutsche Frauenachter mit Steuerfrau Laura Schwensen von der Rudervereinigung Kappeln im TSV Kappeln von 1876 e.V. das große Ziel, die frühzeitige Qualifikation für die Olympischen Spiele in London 2012, verpasst. Mit dem 8.Platz blieb das Team von Bundestrainer Christian Viedt  unter den Erwartungen.
Bereits im Vorlauf zeigte sich, dass es der deutschen Frauenachter schwer haben würde. Das Boot wurde von den deutlich siegenden Amerikanerinnen und den Booten aus Großbritannien und der Ukraine auf den 4. Platz verwiesen. Alle Konzentration galt danach dem Hoffnungslauf, in dem sich weitere vier Boote für das Finale qualifizieren konnten.  Tatsächlich gelang der Crew um Laura Schwensen eine Steigerung. Nachdem die ersten 1000 m auf der 5. Position passiert wurden, griffen die deutschen Damen kurz vor der 1500 m Marke die vor ihnen liegenden Ukrainerinnen an.  Erstmals gelangten sie so auf den zur Qualifikation für das Finale genügenden 4. Platz.  Auf dem folgenden Streckenabschnitt konnten sie sich vom ukrainischen Boot weiter absetzen. Gleichzeitig mobilisierten aber auch die Chinesinnen, die zuvor fast eine Länge hinter den deutschen Frauen ruderten, alle Kräfte. Im Endspurt flogen sie heran und passierten das deutsche Boot kurz vor der  Ziellinie.  0,52 Sekunden trennten die Kontrahentinnen im Ziel  und das Boot von Steuerfrau Laura Schwensen vom Finaleinzug. Damit wurde auch der für die Olympiaqualifikation erforderliche 5. Platz unerreichbar.
Im kleinen Finale waren die deutschen Frauen den Ukrainerinnen, die sie noch im Hoffnungslauf deutlich distanzieren konnten,  nicht gewachsen. So blieb in der Endabrechnung der 8. Platz. Weltmeisterinnen wurden die USA vor Canada und Großbritannien.

Steuerfrau Laura Schwensen (Kappeln) und Schlagfrau Ulrike Sennewald (Rostock)

Steuerfrau Laura Schwensen (Kappeln) und Schlagfrau Ulrike Sennewald (Rostock)

Steuerfrau Laura zeigte sich mit dem Ergebnis unzufrieden: „Wir haben alles versucht. Bereits im Herbst letzen Jahres sind große Teile der Mannschaft, so auch ich, nach Dortmund gezogen, um hier im täglichen gemeinsamen Training die Mannschaft weiter zu entwickeln. Dabei erreichten wir spürbare Fortschritte, die wir z.B. bei unserem Weltcupsieg in Hamburg, als wir die Chinesinnen deutlich schlagen konnten, unter Beweis stellten. Die Weltmeisterschaft selbst lief alles andere als optimal. Vier Ruderinnen erkrankten am Wettkampfort an einer Magen- Darminfektion und waren kurz nach der Genesung sicher nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. Doch das war sicher nicht der einzige Grund dafür, dass wir unser Ziel verfehlten. Große Reserven bestehen noch immer in der physischen Leistungsfähigkeit. Hier sind uns die führenden Nationen deutlich voraus. Eine umfassende Analyse wird sicher noch weitere Schwächen aufdecken. “  Mit Blick auf die Olympischen Spiele ergänzte die 20jährige Kappelnerin. „Es wird sicher schwer, aber der Traum von Olympia 2012 ist für uns noch nicht vorbei.  Bei einer weiteren Qualifikationsregatta im Frühsommer des nächsten Jahres,  wollen wir um einen der zwei verbleibenden Startplätze kämpfen.  Ich werde dafür alles geben und hoffe nun, dass uns der Deutsche Ruderverband auch nach dem enttäuschenden Abschneiden bei dieser WM im notwendigen Maße unterstützen  wird.“

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